Montag, 25. Mai 2015

Rezension: "Passagier 23" von Sebastian Fitzek

Immer wieder verschwinden Passagiere auf Kreuzfahrten. Aber was ist, wenn sie plötzlich wieder auftauchen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Passagier 23
Erscheinungsdatum: 30.10.2014
Seitenzahl: 429
ISBN: 9783426199190


Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt total gut zum Inhalt und sieht geheimnisvoll und düster aus. Der Titel ist natürlich total gut gewählt. Der Klappentext klingt total spannend und hat mich wahnsinnig neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf dem Schiff. Der Doktor wirft irgendetwas über Bord und kümmert sich anschließend um ein Mädchen, das sich verlaufen hat. Dann schwenkt die Handlung um zu Martin Schwartz, wie er auf einem Spezialeinsatz ist. Eigentlich war ich sofort in der Geschichte drin und wollte wissen, was auf dem Schiff passiert ist und was noch passieren wird. Und natürlich auch, wie die Geschichte vom Klappentext damit zusammenhängt.
Die Idee konnte mich total begeistern. Dass Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden, war mir bisher gar nicht so bewusst, macht aber durchaus Sinn. Daraus dann einen Thriller zu schreiben, bei dem ein verschwundener Passagier nach zwei Monaten wieder auftaucht, klingt unglaublich spannend und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.
Wie gesagt, ich war ziemlich bald mitten drin und der Geschichte und musste einfach weiter lesen. Auf einmal waren schon die ersten 150 Seiten rum und ich wollte noch mehr lesen. Die Spannung packt einen einfach von Anfang an und lässt einen erst ganz am Ende wieder los bzw kurz vorher.
Das Ende fand ich wirklich super, denn das hätte ich irgendwie so nicht erwartet. Absolut nicht. Meine Theorien waren ganz andere und dann sowas. Wirklich total überraschend und spannend. Und dann kam da noch der Epilog, an den ich gar nicht mehr gedacht hatte, weil ich den Anfang nicht mehr so präsent hatte, weil vieles andere überwog. Den fand ich komisch, also den Epilog. Klar war der auch spannend und hat dem ganzen einen tollen Rahmen gegeben und hat super abgeschlossen, aber ich persönlich hätte ihn nicht unbedingt gebraucht. Aber das tut der Geschichte und der Spannung keineswegs einen Abbruch.

...Schreibstil:
Fitzek schafft es einfach, mit wenigen Worten und innerhalb kürzester Zeit viel Spannung aufzubauen. Man ist einfach total gefesselt von der Geschichte und dann wechselt er die Perspektive und man erfährt was neues und will doch unbedingt bei dem Einen weiter lesen und dann kommt wieder eine andere Sichtweise und man ist einfach nur so unglaublich neugierig, wie es weiter geht und die Seiten fliegen dahin.

...Charaktere:
Martin hat einen schweren Verlust erlitten, weshalb er sich um so mehr in seine Arbeit stürzt und dafür auch jegliches Risiko eingeht. Als er dann von dem Mädchen erfährt, begibt er sich aufs Schiff und man merkt deutlich, dass ihn das irgendwie verändert. Er denkt etwas mehr nach und analysiert. Ich fand ihn eine wirklich interessante Persönlichkeit, gut beschrieben und passend zur Geschichte.
Auch die anderen Personen waren super beschrieben. Nicht unbedingt so stereotypisch, wie man es gewöhnt ist, sondern individuell und einfallsreich.


Fazit:
Ein Thriller, der mich begeistern konnte und mir viele spannende Lesestunden beschert hat! Eine unglaublich interessante Idee mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, dazu der tolle, spannende Schreibstil von Sebastian Fitzek und gut ausgearbeitete Charaktere haben dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Dennoch gibt es einen kleinen Abzug wegen dem Epilog, der meiner Meinung nach etwas überflüssig war. Aber sonst war das Ende super spannend!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon andere Bücher von Fitzek gelesen hat und dem sein Schreibstil gefällt. Ansonsten eine Thrillerempfehlung für jeden, der es zwar grausam aber nicht ganz so blutig mag, mit verstrickter Handlung. Oder einfach jemand, der sich für die 'dunkle' Seite der Kreuzfahrt interessiert.

Kommentare:

  1. Den hab ich auch noch Daheim, vielleicht sollte ich die Tage mal die Folie abmachen und das Buch tatsächlich lesen :D

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  2. Huhu,
    habe Deine Rezi mal verlinkt ;-)

    https://tanjasbuecher.blogspot.de/2017/06/kurz-rezension-passagier-23.html

    Hoffe das ist okay?
    Liebe Grüße, Tanja

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