Samstag, 16. September 2017

Kurzrezension: "Silber - Das dritte Buch der Träume" von Kerstin Gier

Der Abschluss der Silber-Trilogie: In der Traumwelt läuft es nicht mit rechten Dingen und auch in der Realität geht es turbulent zu...

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783841421685


Klappentext:
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Meine Meinung:
Dieses Mal bin ich deutlich besser in die Geschichte rein gekommen, da sich das Geschehen nur kurz nach dem Ende des zweiten Teils abspielt.
Im Verhältnis zum zweiten Teil war die Geschichte dieses Mal direkt spannender und dramatischer und konnte mich einfach mehr packen.
Mein großer Kritikpunkt ist aber irgendwie das Ende, das mich etwas unentschlossen zurück lässt, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll. Es gab eine Auflösung, die zwar Sinn ergibt, mir aber von den Beweggründen her etwas zu kindisch und simpel war. Ich kann es auf jeden Fall nachvollziehen, aber deswegen das Ganze?
Außerdem bleibt für mich der Knackpunkt aus Teil zwei und drei ohne Erklärung. Arthur treibt seine Machenschaften und es gibt keine wirkliche Erklärung dafür. Bzw die, die es gibt, genügt mir so nicht.
Man muss dazu sagen, dass es insgesamt keine großen Erklärungen rund um die Traumwelt gibt, sie ist einfach da und niemand weiß warum. Aber das ist okay. Damit kann ich leben, denn wer weiß denn nicht, ob es das wirklich so gibt. In so fern kann ich mir auch gut vorstellen, dass jemand da ein Schlupfloch für Bösartigkeiten findet. Aber trotzdem bin ich damit einfach nicht ganz glücklich.
Jedoch wird endlich das große Geheimnis gelüftet und wir erfahren, wer Secrecy ist. Das fand ich ziemlich genial gemacht und auch wie sie versucht haben, das herauszufinden.

Insgesamt mochte ich die Silber-Trilogie. Ich mag das Thema der Träume einfach super gerne und deshalb konnten die Grundidee und das Drumherum bei mir einfach direkt punkten. Auch der Verlauf der Geschichte hat mir soweit ganz gut gefallen. Dennoch fehlt es manchmal an Spannung bzw im letzten Teil vor allem an mehr Hintergrundinfos.
Insgesamt hat mir der Abschluss der Reihe zwar gut gefallen, aber leider auch nicht ganz viel mehr. Es fehlen mir einfach ein paar Informationen und somit bleibt es unter dem Anfangsteil, aber dennoch besser als der zweite Teil. Also eigentlich eine 3,5/5-Bewertung.

Donnerstag, 14. September 2017

Rezension: "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult

Eine ungewöhnliche Freundschaft, eine Frage von Moral und Schuld, ein lang gehütetes Geheimnis und eine schwerwiegende Wahrheit...

Allgemeine Infos:
Verlag: C. Bertelsmann
Reihe: nein
Originaltitel: The Storyteller
Erscheinungsdatum: 31.08.2015
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783570102176


Klappentext:
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Mein Lesegrund:
Dieses Buch wurde mir damals von einem lieben Vertreter ans Herz gelegt, als ich etwas ganz anderes anfragte. Aber Jodi Picoult habe ich vorher schon gelesen und war begeistert, deshalb war ich jetzt neugierig, auch wenn es normalerweise nicht so mein Thema ist.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Anfangs wusste ich schon, dass dieses Buch anders wird als vorherige der Autorin. Das merkte ich irgendwie schon am Klappentext. Und genau so sollte es auch sein und irgendwie auch nicht.
Dieses Buch hat mich wirklich beschäftigt, dabei war der Anfang zunächst recht harmlos. Wir lernen Sage kennen und ihre Trauergruppe, bei der auch Josef ist. Dieser nimmt immer mehr Platz in Sages Leben ein und die Freundschaft, die sich zwischen ihnen entwickelt, erleben wir hautnah mit.
Bis Josef genug Vertrauen zu ihr entwickelt hat, um ihr von seiner Vergangenheit zu erzählen. Alles beginnt mit einem Foto, auf dem er in einer SS-Uniform zu sehen ist. Er erzählt von seiner Vergangenheit in Deutschland und Sage erfährt immer mehr von dem, was er damals getan hat.
An diesem Punkt habe ich direkt gemerkt, wie gut Jodi Picoult als amerikanische Autorin über das Thema recherchiert hat, denn sie hat einen kleinen Ort für ihre Handlung gewählt, nahe meiner Heimat und alles drum herum aufgebaut und mit wirklichen historischen Fakten untermauert.
Aber neben Josef und Sage gibt es auch noch ihre Großmutter, die ebenfalls während des Kriegs überlebt hat. Ihre Geschichte hat mich, ebenso wie Josefs, sehr tief berührt. Normalerweise liegt mir die Weltkriegsthematik in Büchern nicht so, aber hier war sie großartig. Ich habe mich voll und ganz in der Vergangenheit verloren, habe den Weg von Josef verfolgt und konnte ihn nachvollziehen. Aber auch das Leben ihrer Großmutter ging mir sehr nah, was sie alles getan und ertragen hat und wie sie sich selbst und andere davon ablenkte.
Außerdem kann Sage nicht untätig bleiben, recherchiert hinter seinem Rücken und kommt immer mehr in einen moralischen Zwiespalt. Sie hat wirklich an dem zu kämpfen, was er ihr erzählt und was sie selbst herausfindet.
Auch ich habe mich das während des Lesens gefragt: Was würde ich an ihrer Stelle tun? Ich finde, sie hat genau richtig gehandelt und vor allem das Ende ging mir sehr nah.
Am Ende überschlagen sich wirklich die Ereignisse, es steckt voller Emotionen und Dynamik und hat mich wirklich beschäftigt und tut es noch immer. Als ich das Buch zugeschlagen habe, saß ich da und wusste anfangs nicht, was ich denken soll. Je mehr Abstand zwischen mir und dem Gelesenen liegt, desto bewusster wird mir die Tragweite der Geschichte, die Botschaft, einfach alles. Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so intensiv beeindruckt und berührt.

...Schreibstil:
Hier waren die unterschiedlichen Perspektiven einfach perfekt und auch notwendig. Diese Geschichte muss einfach von ihren unterschiedlichen Personen zur passenden Zeit erzählt werden und genau das schafft die Autorin sehr gut. Nicht alle fand ich auf Anhieb spannend, aber sie werden euch in ihren Bann ziehen. Außerdem kann man sich zu 100% in die Charaktere, besonders in Josef und die Großmutter, hinein versetzen. Das hatte ich so intensiv schon lange nicht mehr.
Vor allem diese 'Nebenkapitel', die immer mehr ihren Platz in der Geschichte einnehmen und was es mit ihnen auf sich hat, hat mich sehr beeindruckt und berührt. 

Fazit:
Die Autorin schafft hier erneut ein komplexes, gut recherchiertes Werk, bei dem die Vergangenheit und die schwerwiegende Frage nach Moral und Vergebung im Vordergrund steht. Das Thema ist keinesfalls einfach, aber sehr lesenswert.
Lange konnte mich keine Geschichte mehr auf diese Weise beeindrucken in ihrer Gesamtheit, mit ihren einzelnen Charakteren und deren Geschichten, mit dem Drumherum und vor allem mit der Aussage dahinter. Wahrscheinlich liegt es an ihrem Wahrheitsgehalt, denn genau so war es damals! Und sich das vor Augen zu führen, und dazu die Frage nach Schuld und Vergebung, machen dieses Buch wahrscheinlich so großartig und lesenswert.
Einfach ein beeindruckendes Buch, was wirklich gut recherchiert ist und den Leser in eine Welt entführt, die wir uns so gar nicht vorstellen wollen.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der bisher gerne Bücher von Jodi Picoult gelesen hat. Aber auch eine große Empfehlung für jeden, der sich mit der Thematik rund um den zweiten Weltkrieg auf einer menschlichen Ebene und von beiden Seiten beschäftigen möchte.

Donnerstag, 7. September 2017

Lesestatistik August 2017

Der letzte Sommermonat liegt hinter uns und lesetechnisch lief er wirklich toll für mich.

gelesene Bücher:
1.)"Ewig und eins" von Adriana Popescu 320 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Der Bilderwächter" von Monika Feth480 Seiten3 von 5 Wolken
3.)"What if? Was wäre wenn?" von Randall Munroe368 Seiten5 von 5 Wolken
4.)"Two boys kissing - Jede Sekunde zählt" von David Levithan288 Seiten5 von 5 Wolken
5.)"Die wahren Märchen meines Lebens" von Barbara Fiorio320 Seiten4 von 5 Wolken
6.)"Regenbogentänzer" von Nicole Walter352 Seiten3 von 5 Wolken
7.)"Silber - Das zweite Buch der Träume" von Kerstin Gier416 Seiten3 von 5 Wolken
8.)"Witch Hunter" von Virginia Boecker400 Seiten4 von 5 Wolken
9.)"Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" von Nicholas Gannon 368 Seiten4 von 5 Wolken
10.)"Der Totenzeichner" von Veit Etzold432 Seiten3 von 5 Wolken
11.)"Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright288 Seiten4 von 5 Wolken

Damit habe ich im vergangenen Monat 11 Bücher (davon 1 Hörbuch) mit insgesamt 4.032 Seiten gelesen. Das macht in diesem Jahr 62 Bücher mit insgesamt 24.461 Seiten. Damit habe ich diesen Monat echt unglaublich viel gelesen, durch die verschiedenen Genre war so einiges dabei.

Mein SUB hat einen Stand von 73 Büchern und 19 eBooks. Damit bleibt der SUB auch diesen Monat unter 100 und ist nochmal um einiges gesunken. Neuzugänge gab es auch diesen Monat nicht, immerhin ging das Buchkaufverbot noch bis zum 20.August und danach konnte ich mich auch beherrschen.

Mein Monatshighlight war dieses großartige und wichtige Jugendbuch, mit einem sehr aktuellen Thema!

Was war im August so los?
Viel gelesen, wie geplant, habe ich auf jeden Fall geschafft. Den Punkt mit der Sonne müssen wir nochmal überdenken. Mal war sie da und leider auch ziemlich häufig nicht.
Dennoch war es ein toller Sommermonat. Viele Abende und gemütliche Runden mit Freunden, ein Feuerwerks-Wettkampf, der sehr genial war. Außerdem hatten wir einen ganz tollen Tag im Zoo Hannover mit perfektem Wetter und einigen Tierbabys.
Außerdem habe ich jetzt auch endlich Netflix und schon das ein oder andere geguckt. So habe ich gespannt "Stranger Things" verfolgt und bin beinahe mit "Tote Mädchen lügen nicht" fertig, da fehlen noch zwei Folgen, die ich wohl dieses Wochenende gucken werde. Das könnte in Zukunft echt mit meiner Lesezeit konkurrieren.

Was plane ich für den September?
Der September wird für mich ein ganz spannender Monat. Denn in der zweiten Hälfte geht es los mit meinen Vorkursen für Mathe und Chemie und nur eine Woche später beginnt auch schon fast das Studentenleben.
Ich bin wirklich aufgeregt und weiß nicht so recht, was mich erwartet. Damit einher geht dann auch ein halber Umzug von Daheim und meinem Freund, was auch noch ganz spannend wird.
Mal gucken, wie viel ich in der zweiten Monatshälfte noch zum Lesen komme, aber zumindest bei Narnia möchte ich dran bleiben. 

Mittwoch, 6. September 2017

Kurzrezension: "Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright

Jack schrieb Laurel jeden Mittwoch einen Brief, über 40 Jahre ihrer Ehe hinweg. Nach ihrem Tod lesen ihre Kinder genau diese Briefe voller Liebe, Freude und Schicksale...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: The Wednesday Letters
Erscheinungsdatum: 13.09.2010
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783453406513


Klappentext:
Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen – und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.

Meine Meinung:
Unter zahlreichen Mängelexemplaren hat mich damals genau diese Geschichte angesprochen. Zusammen mit Titel und Cover passte es einfach in mein Beuteschema nach einer schönen Geschichte mit Liebe drin und einem Hintergrund.
Genau das habe ich bekommen. Eine tolle Liebesgeschichte, deren Protagonisten wir in live leider nur viel zu kurz kennen lernen dürfen. Aber dafür noch lange weiter durch Jacks zauberhafte Briefe und durch Anekdoten und Erinnerungen an die Beiden.
Einfach die Idee der Mittwochsbriefe finde ich total schön. Dass Jack seiner Frau jeder Woche mal einen langen mal einen kurzen Brief geschrieben hat mit allem, was ihm zu dem Zeitpunkt durch den Kopf ging. Dabei war aber eben auch nicht immer alles gut und es gab Herausforderungen und Konflikte, ja auch ein Familiengeheimnis von dem die Kinder bisher noch nichts wussten.
Zugegeben hinter das Geheimnis war ich recht schnell gekommen bzw ich hatte sowas geahnt. Dennoch mochte ich einfach die Atmosphäre der Geschichte mit den Briefen und den Gefühlen und dieser tollen Familie.

Insgesamt ein eher kurzweiliges Buch, das jedoch voller liebevoller Briefe, einer tollen Familie und den verschiedensten Gefühlen und Schicksalsschlägen steckt. Diese Geschichte ist genau das Richtige, um einfach mal ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen. Lasst euch von der Liebe zwischen Jack und Laurel und generell von ihrer tollen Familie verzaubern!

Dienstag, 5. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Totenzeichner" von Veit Etzold

Dieses Mal ist es ein spezieller Killer, der in Berlin sein Unwesen treibt. Denn evtl kommt er direkt aus den USA nach zehn Jahren Pause...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: Teil 4 von 5
Originaltitel: Der Totenzeichner
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Laufzeit: 420 Minuten
ISBN: 9783785750759


Klappentext:
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, till it’s over«.
Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?


Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Buch aus der Clara Vidalis- Reihe, aber das erste von ihnen, was ich als Hörbuch höre. Also für mich nochmal wieder eine neue Erfahrung trotz der bekannten Figuren und Konstellationen.
Nicole Engeln fand ich als Sprecherin ganz gut geeignet. So kam es mir vor, als würde Clara selbst uns die Geschichte erzählen. Jedoch hatte sie bei den anderen Charakteren ein paar Schwächen und so konnte ich bei Dialogen nicht so leicht folgen, wie ich es normalerweise gewöhnt bin. Aber Spannung konnte sie hingegen wieder recht gut aufbauen mit ihrer Stimme.
Der Fall als solcher war direkt zu Beginn etwas Neues, denn ein Teil der Geschichte spielt in den USA und zwar aus Ermittlersicht vor 10 Jahren.
Doch dann geht es gewohnt weiter und die Morde selbst ereignen sich wieder in Berlin und das bekannte Team rund um Clara nimmt die Spur auf.
Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Fall halten soll. Er war gut durch dacht, spannend, aber mit dem Ende bin ich nicht so ganz glücklich. Es passt zwar, ich kann es auch nachvollziehen und es ist schlüssig. Aber ich kann es persönlich einfach nicht gut fassen, dass es sowas geben soll oder geben kann.

Demnächst werde ich wohl eher wieder zum gedruckten Wort greifen, um den Dialogen etwas besser folgen zu können, auch wenn die Sprecherin grundsätzlich gut war. Aber vielleicht lag es auch einfach am Fall selbst, vor allem am Ende, das mich diese Geschichte nicht so spannend und fesselnd unterhalten hat, wie bereits die Teile vorher. Dennoch eine gute Fortsetzung und ein würdiger, interessanter Fall.

Sonntag, 3. September 2017

Kurzrezension: "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" von Nicholas Gannon

Eine wunderschön illustrierte Geschichte voller Fantasie und Abenteuer!

Allgemeine Infos:
Verlag: Coppenrath
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: The Doldrums
Erscheinungsdatum: 04.08.2016
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783649619420


Klappentext:
Der 11-jährige Archer will die Welt erforschen, vom Dschungel bis zur Wüste – genau wie seine Großeltern! Doch die verschwanden vor zwei Jahren spurlos bei einer Expedition am Südpol. Seitdem lassen Archers Eltern ihn kaum noch vor die Tür. Schluss mit der Entdecker-Tradition! Doch als eines Tages ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen Koffer mit Reiseaufzeichnungen übergibt, steht für Archer fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Meine Meinung:
Damals habe ich mich auf Anhieb in dieses Buch verliebt. Die Aufmachung und die Illustrationen sind liebevoll, gezielt eingesetzt und verzaubern nicht nur junge Leser.
Die Geschichte rund um Archer ist ungewöhnlich, denn seine Großeltern sind große Entdecker, die momentan auf einem Eisberg verschollen sind. Archer möchte auch Abenteuer erleben und vor allem seine Großeltern finden. Davon sind seine Eltern jedoch alles andere als begeistert.
Doch was wäre ein Entdecker ohne seine beiden Freunde, und die sind genauso schön ausgearbeitet wie Archer selbst.
Anfangs hatte ich mir etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt, doch sie war anders als gedacht. Aber nicht unbedingt schlechter, sondern ebenso interessant und verzaubernd. Ich wurde beim Lesen in eine andere Welt, in ein Abenteuer entführt und konnte mich gemeinsam mit Archer und seinen Freunden auf die ungewöhnliche Reise begeben.

Diese Geschichte verzaubert nicht nur durch sein Cover und seine liebevollen Illustrationen, sondern auch durch die Charaktere und die Geschichte selbst. Ein Buch voller Wundersamen, Abenteuer und Fantasie. Nicht nur für junge Leser ab 10 Jahre eine Empfehlung, sondern für alle Kinderbuch-Liebhaber!

Freitag, 1. September 2017

Aktion: Wir lesen "Die Chroniken von Narnia"

Ende Juli war ich bei Chrissi zu Besuch, und unser Gespräch kam auf die SuB den Sommer-Challenge, wie wir so voran kommen und dergleichen. Dabei haben wir beide recht schnell festgestellt, dass uns die Gruppendynamik und der Austausch darüber motivieren.
So überlegten wir, was man so im Herbst machen könnte. Schon in der Vergangenheit haben wir das ein oder andere Buch gemeinsam gelesen. Beim Blick über Chrissis Bücherregal sind wir schnell fündig geworden:

"Die Chroniken von Narnia" von C.S. Lewis


Trifft sich ziemlich gut, dass ich den Schuber dieses Jahr in London gekauft habe. Bisher habe ich noch keines der Bücher gelesen, aber wollte es eben unbedingt ändern.
Dazu haben wir uns einen recht großzügigen Zeitplan überlegt:

KW 36 | 04.09. - 10.09.Das Wunder von Narnia
KW 37 | 11.09. - 17.09.Der König von Narnia
KW 38 | 18.09. - 24.09.Der Ritt nach Narnia
KW 39 | 25.09. - 01.10.Prinz Kaspian von Narnia
KW 40 | 02.10. - 08.10.Die Reise auf der Morgenröte
KW 41 | 09.10. - 15.10.PAUSE WEGEN BUCHMESSE
KW 42 | 16.10. - 22.10.Der silberne Sessel
KW 43 | 23.10. - 29.10.Der letzte Kampf

Damit gibt es eine Woche pro Buch. Da sie jeweils zwischen 150-200 Seiten haben, kann man es ganz gut in einer Woche schaffen und nebenher noch andere Bücher lesen, damit es nicht zu eintönig wird.

Wenn ihr mitlesen wollte, seid ihr herzlich eingeladen! Bei reger Beteilung würden wir bei Twitter eine Diskussions-Runde einrichten. Ansonsten wird es Updates und dergleichen über den Hashtag #LRNarnia geben.
Selbstverständlich könnt ihr auch nur für ein Buch dabei sein, je nach dem wie es bei euch zeitlich passt.

Wir würden uns über ein gemeinsames Lesen mit euch freuen!
Viele Grüße Katja & Chrissi

Dienstag, 29. August 2017

Kurzrezensionen: "Silber - Das zweite Buch der Träume" von Kerstin Gier & "Witch Hunter" von Virginia Boecker

Weiter geht es mit Liv und der Traumwelt. Nach einigen Vorkomnissen, passieren auch hier wieder spannende, unvorhersehbare Ereignisse. 

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer / FJB
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Silber - Das zweite Buch der Träume
Erscheinungsdatum: 26.06.2014
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783841421678


Klappentext:
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Meine Meinung:
Ich hatte ein paar Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte. Es ist ein ziemlich ruhiger Einstieg, bei dem nicht so viel passiert, wie ich es noch am Ende von Band eins im Kopf hatte. Außerdem kam irgendwie nur so eine sporadische, eher knappe Zusammenfassung der vorherigen Ereignisse. Aber das kann mir auch nur so stark vorkommen, weil Band eins schon neun Monate oder so zurück liegt. Nach dem Lesen einer Zusammenfassung war mir alles wieder klarer.
Aber irgendwann wird es auch ein bisschen im Buch angeschnitten, aber aus anderen Fortsetzungen kenne ich es eben intensiver.
Insgesamt fand ich die Fortsetzung gut, aber nicht so gut wie erhofft. Ehrlich gesagt hatte ich mir nach den Ereignissen aus Teil eins irgendwie etwas mehr gewünscht. Der Anfang und der Großteil der Geschichte waren eher ruhig gehalten. Es war schön und unterhaltsam, aber einfach nicht so spannend wie erhofft.
Erst zum letzten Drittel wurde es spannender, interessanter, hinterhältiger. Auch hier gab es wieder einen Cliffhanger, was mich gespannt auf Teil drei und damit den letzten Band der Reihe macht.
Dennoch war es interessant und unterhaltsam zu lesen und hat mir schöne Lesestunden beschert.


Elizabeth stand bisher immer auf der Seite der Hexenjäger und hat sie zur Verurteilung ins Gefängnis gebracht. Doch plötzlich ist alles anders und sie wird selbst verurteilt. Ausgerechnet ihr größter Feind steht plötzlich auf ihrer Seite...

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: The Witch Hunter
Erscheinungsdatum: 18.03.2016
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783423761352


Klappentext:
Wer ist Freund? Wer ist Feind?
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.


Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe wenig erwartet und plötzlich war es spannend und konnte mich fesseln. Vielleicht ist es jetzt nicht so ein super besonderes, außergewöhnliches Fantasybuch. Aber es bietet eine solide Grundgeschichte, eine spannende Wendung und einen gut umgesetzten Verlauf. Ich habe es mehr oder weniger in zwei Rutschen durch gelesen.
Es geht um Elizabeth, die als Hexenjägerin arbeitet, denn Hexerei ist verboten und wird angeklagt. Doch plötzlich wird sie selbst angeklagt und ausgerechnet vom größten Hexer des Landes befreit. Sie muss sich entscheiden, hadert mit ihrem Gewissen, stellt ihre Ideale und alles was sie zuvor kannte in Frage. Dabei macht sie eine interessante persönliche Veränderung mit, die ich als Leser gespannt verfolgt habe. Doch es war anders, weniger klischeehaft, als ich es erwartet hatte.
Das Ende lässt mich unentschlossen zurück. Es war super spannend, und dann gab es einen gewissen Abschluss. Aber eben auch nicht, denn es kommt noch was. Und darauf bin ich wiederum nach weiterer anfänglicher Skepsis echt gespannt.
Insgesamt eine tolle Fantasy-Geschichte rund um Hexerei und Hexenjagd. Spannend umgesetzt, mit einer interessanten Protagonistin und einem gut ausgearbeiteten Verlauf und guten Wendungen.

Mittwoch, 23. August 2017

Kurzrezension: "Regenbogentänzer" von Nicole Walter

Was ist wichtig im Leben, wenn man plötzlich nicht mehr seinen Traum leben kann? Das zeigen Milena ganz besondere Menschen im Regenbogenhaus... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Nicole Walter
Erscheinungsdatum: 02.11.2015
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783426515501


Klappentext:
Was ist es, das das Leben lebenswert macht? Für den alten Alfons sind es seine Saalflugzeuge, so zart und zerbrechlich, dass sie eigentlich nur in geschlossenen Räumen fliegen können. Milena kann ihn gerade noch daran hindern, sich von einer Brücke in die Isar zu stürzen, als sein Flugzeug eine Bruchlandung erleidet und im Fluss unterzugehen droht. Dabei würde sie selbst gern springen, jetzt, wo ihre Karriere als Tänzerin vorbei ist. Stattdessen bringt sie Alfons zurück in das Regenbogenhaus. Und lernt dort wundervolle Menschen kennen: Menschen, die allein nicht in der Welt zurechtkommen und die doch wissen, was das Leben lebenswert macht.

Meine Meinung:
Anfangs lernen wir Milena ziemlich schnell kennen, denn sie ist auf der Suche nach einem neuen Job, da sie das Tanzen leider aufgeben musste. So liegt eine bedrückte Stimmung auf dem Buch, bis sie ihre Nachbarin Anna kennen lernt und damit endlich mal Kontakte knüpft. Genau das steht im Mittelpunkt: Milena fasst Fuß im richtigen, normalen Leben, lernt besondere Menschen im Regenbogenhaus kennen und erkennt. was in ihrem Leben lohnenswert ist.
Insgesamt war es eine schöne Geschichte, eher etwas für zwischendurch. Es ließ sich schnell lesen, und hat mich für ein paar Stunden in die Welt des Regenbogenhauses entführt. Dort wohnen besondere Menschen, die die Welt etwas anders sehen und ein paar Ecken und Kanten haben. Diese machen das Leben mit ihnen und ihr eigenes nicht immer ganz einfach. Wir lernen ein paar von ihnen kennen und gerade Christoph habe ich sehr ins Herz geschlossen. Aber auch die anderen waren sehr liebenswürdig. Es war ein bisschen zauberhaft, wie Milena mit ihnen in Kontakt gekommen ist und dabei merkt, was für sie wichtig ist und wie es in ihrem Leben weiter gehen soll.
Ich hätte mir dabei vielleicht auch mehr Fokus auf den einzelnen Bewohnern gewünscht, vor allem auf Christoph. Ich kann den Verlauf nachvollziehen, aber so kam das Ende einfach zu abrupt und zu konstruiert. Nicht nur in Bezug auf Christoph, sondern leider in jeder Hinsicht.

So hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, es war eine schöne Geschichte, hatte interessante Charaktere, aber einfach ein zu konstruiertes Ende. Mir hat dann wohl einfach der tiefere Tiefgang gefehlt, denn Ansätze waren dafür da.
Wer ein paar Stunden vom Alltag abschalten möchte, ist mit diesem Buch aber dennoch ganz gut beraten.

Montag, 21. August 2017

Rezension: "Die wahren Märchen meines Lebens" von Barbara Fiorio

Das kann passieren, wenn man einem fremden Mädchen plötzlich die wahren Märchen zum Einschlafen erzählt. Es kann dich und das Mädchen verändern!

Allgemeine Infos:
Verlag: Hoffmann und Campe / Atlantik
Reihe: nein
Originaltitel: Qualcosa di vero
Erscheinungsdatum: 16.05.2017
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783455000924


Klappentext:
Giulia ist 40, eine abgebrühte Werbetexterin, die sich für Kinder allenfalls als Gummibärchen-Zielgruppe interessiert. Aber dann stolpert sie eines Nachts beschickert über ihr neunjähriges Nachbarskind Rebecca, das im Nachthemd vor ihrer Wohnungstür kauert. Das Mädchen bittet die Frau um ein Märchen, und nichts ist mehr, wie es vorher war ...


Mein Lesegrund:
Dieses Buch habe ich damals tatsächlich nur auf eine Empfehlung einer lieben Stammkundin von uns gekauft. Sie brachte den Titel mit, ich habe es mir angeguckt und war irgendwie direkt verzaubert. Also für den Laden bestellt und prompt für meinen eigenen SuB gekauft und nun für SuB den Sommer gelesen.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte startet tatsächlich mehr oder weniger mit der Szene aus dem Klappentext: Guilia kommt betrunken nach Hause und vor ihrer Wohnungstür steht ein kleines Nachbarmädchen. Sie gewährt ihm eine Nacht auf ihrem Sofa, obwohl sie eigentlich mit Kindern nicht viel anfangen kann. Und Rebecca kommt von nun an jeden Abend wieder und möchte ein Märchen von Guilia hören: Denn nur sie erzählt ihr die wahren Märchen, die die Erwachsen normalerweise nicht erzählen.
Die Idee klang total interessant und schön und ich war gespannt, was noch hinter der Geschichte stecken würde. Und das konnte mich ebenfalls begeistern. Ich mochte die beiden Protagonistinnen wirklich gerne. Sehr unterschiedlich, aber gerade Rebecca ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Vor allem weil ich ja auch ihre Sicht kannte.
Aber es geht eben nicht nur um die wahren Märchen, die ich teilweise so auch noch nicht kannte. Durch die Märchen verändert Guilia Stückchen für Stückchen Rebeccas Leben, ohne es zu merken, und nimmt einen wichtigen Platz ein. Es ist auch einfach schön zu sehen, wie sich vor allem Rebecca immer mehr verändert.
Irgendwie hat die Geschichte mich einfach beeindruckt und berührt. Ich habe zwischenzeitlich wirklich die gemeinen Schulkinder verflucht, mit denen es Rebecca zu tun hat. Oder eben auch mit Guilia und ihrer Liebe mit gelitten und ihr heimlich in den Hintern getreten. Doch dann bekam das Buch zusätzlich noch einen ernsten Anstrich zum Ende hin, den ich gut eingebaut fand und der nicht ohne war, aber eben gut in die gesamte Geschichte passte.
Das Ende war irgendwie schade und schön zugleich. Ein guter Abschluss der Geschichte, aber irgendwie auch etwas traurig.

...Schreibstil:
Die Geschichte wird abwechselnd aus Guilias Sicht als auch aus Rebeccas Sicht erzählt. Das hat sich ziemlich gut ergänzt und einem einen sehr umfassenden Blick auf die Beiden gegeben. Denn gerade Rebecca versteckt sehr vieles, über das sie selbst mit Guilia erst sehr spät redet. 

Fazit:
Die Bewertung dieser Geschichte fällt mir etwas schwer. Es war super schön, so nah am Leben, realistisch und märchenhaft. Ich habe es echt gerne gelesen, mochte die Protagonistinnen und ihre Entwicklungen. Die Erzählweise fand ich toll und einfach das Verhältnis von Guilia und Rebecca hat mir gefallen. Es war einfach eine echt schöne Geschichte, die trotzdem keine fünf Wolken bekommt, weil mir dafür noch ein bisschen was gefehlt hat.
Trotzdem eine Leseempfehlung für diesen besonderen Roman, der die wahren Märchen erzählt und wie diese zwei Personen und deren Leben verändern können.

Sonntag, 20. August 2017

Fazit: SuB den Sommer - Das Urlaubsworkout für Buchnerds

Ink of Books / designed by: Freepik.com

Wo ist nur die Zeit geblieben? Die SuB den Sommer - Challenge ist zu Ende. Sieben Wochen voller Bücher und SuB-Abbau liegen hinter uns. Doch wie ist es mir in der Zeit ergangen?
Auf Twitter und Instagram habe ich zwar ab und an das andere Zwischenupdate gepostet, aber hier wird es jetzt die endgültige Zusammenfassung geben.

Ja, ich konnte tatsächlich alle 15 Aufgaben, inklusive Buchkaufverbot, erfolgreich abschließen. Ich bin wahnsinnig stolz auf mich, denn dabei habe ich auch alte Bücher vom SuB befreien können! Dabei das ein oder andere Schätzchen entdeckt und eben auch eher mittelmäßige Bücher dabei gehabt. Vor allem musste ich ein Buch abbrechen, weil ich damit so gar nicht warm geworden bin. Also schnell für die Aufgabe 1.) ein neues Buch gesucht^^


Die Aufgaben & meine gelesenen Bücher:

1.) Lies das Buch, das am längsten auf deinem SUB liegt "Bird Box- Schließe deine Augen" von Josh Malerman - Rezension
2.) Lies das dickste Buch auf deinem SUB "Zirkel" von Sara Elfgren - Rezension
3.) Beende oder beginne schon ewig diese Reihe, die schon ewig auf dem SUB schlummert "Der Bilderwächter" von Monika Feth - Rezension
4.) Lies ein Buch von einem Debüt-Autor "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler -Rezension
5.) Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest "Camp 21 - Grenzenlos gefangen" von Rainer Wekwerth - Rezension
6.) Lies ein Buch aus einem anderen Genre auf deinem SUB "What if - Was wäre wenn" von Randall Munroe - Rezension
7.) Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson -Rezension
8.) Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten "Two boys kissing - Jede Sekunde zählt" von David Levithan - Rezension
9.) Lies ein Buch, das du auch rezensierst "Ein bisschen wie Unendlichkeit" von Harriet Reuter Hapgood -Rezension
10.) Lies ein typisches Sommerbuch "Immer wieder im Sommer" von Katharina Herzog -Rezension
11.) Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover "Ewig und eins" von Adriana Popescu - Rezension
12.) Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist "Regenbogentänzer" von Nicole Walter
13.) Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt "So was wie Liebe" von Anna McPartlin -Rezension
14.) Lies ein Buch, das du auf eine Empfehlung hin gekauft hast "Die wahren Märchen meines Lebens" von Barbara Fiorio
15.) Halte das Buchkaufverbot ein! erfolgreich!

Damit habe ich meinen Buch nicht nur um die 14 bzw 15 Bücher abgebaut. Nach der Challenge habe ich noch drei weitere Bücher gelesen. Macht also einen SuB-Abbau von insgesamt 18 Büchern!
SuB Stand 01.07.2017: 112
SuB Stand 20.8.2017: 94


Insgesamt hat mir die Challenge super viel Spaß gemacht. Der Austausch über Twitter hat mich motiviert und die Aufgaben fand ich echt super, so dass ich auch für jedes ein passendes Buch hatte. Außerdem spielte die Zeit bei mir perfekt mit, so dass es für mich ein sehr erfolgreicher SuB-Abbau war. Vor allem auch mal bei den Bücher, die schon länger hier liegen, konnte ich einiges weg lesen.
Ich danke Anna und Tabi für die Idee und Organisation! Solltet ihr das im nächsten Jahr nochmal vorhaben, wäre ich auf jeden Fall mit dabei :)

Freitag, 18. August 2017

Rezension: "Two boys kissing - Jede Sekunde zählt" von David Levithan

Craig und Harry wollen den Rekord im Langzeitküssen berechen und das als homosexuelles Paar. Sie wollen ein Zeichen setzen!

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: nein
Originaltitel: Two boys kissing
Erscheinungsdatum: 24.09.2015
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783737351850


Klappentext:
Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.


"Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort." (Klappentext)

Mein Lesegrund:
Als ich es damals in der Vorschau gesehen habe, war ich direkt begeistert von dieser ungewöhnlichen Idee und endlich mal ein Buch über Homosexualtiät. Doch dann lag es einfach noch ein bisschen aufm SuB, bis ich jetzt endlich dazu kam.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Zunächst brauchte es ein paar Seiten, bis ich in der Geschichte drin war. Denn es gibt verschiedene Sichtweisen: Unbekannte, Harry & Craig, Peter & Neil, um nur ein paar zu nennen. So wechselt eben auch die Geschichte zwischen ihnen und alle haben sie ihre eigene Stimme und ihre eigene Beziehung oder eben auch noch nicht ganz.
Man braucht ein paar Wechsel, bis man eine Verbindung zu den einzelnen Protagonisten und deren Leben aufgebaut hat. Doch alle haben sie eines gemeinsam: Sie wohnen mehr oder weniger in der Region, in der Harry & Craig ihren Rekordversuch starten. Denn auch darum dreht sich die Geschichte viel. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass es ausschließlich so sein würde. Aber es gibt eben auch die anderen Protagonisten.
Dieses Buch steht für eine sehr wichtige Thematik: Homosexualität wird in Büchern eher stiefmütterlich behandelt, aber hier ist es im Mittelpunkt. Zeigt dem Leser, was hinter den Personen steckt, was sie für Gefühle, Gedanken und eben auch für Probleme haben. Manche werden als schwul akzeptiert, andere müssen vor Eltern und dem Umfeld dafür kämpfen, wieder andere zunächst vor sich selbst.
Und genau das stellt dieses Buch sehr vielfältig aus verschiedenen Blickwinkeln da! Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch ein wenig in der Vergangenheit, wie es sich verändert hat.
Dieses Buch nimmt einen mit in eine zunächst scheinbar andere Welt, und eigentlich zeigt es uns einfach einen Teil des Alltags, den wir so nicht unbedingt kennen bzw über den wir einfach nicht nachdenken. Den manche von uns verteufeln, abstoßen und ausgrenzen. Genau dafür steht dieses Buch für Akzeptanz, Nachdenken, Hinterfragen und Empathie. Ich konnte mich voll und ganz in Harry & Co hineinversetzen und habe sie auf dieser spannenden Reise durch die maximal 48 Stunden begleitet.

...Schreibstil:
Ich brauchte ein paar Seiten, um in den Schreibstil rein zu kommen. Denn wir haben einen namenlosen Erzähler. Bzw nicht nur einen, sondern scheinbar stehen da mehrere hinter. Aber das weiß man anfangs noch nicht genau. Später wird es klarer, für wen dieser Erzähler steht. Eine super Umsetzung!

Fazit:
Ein super wichtiges Buch, gerade auch in der heutigen Zeit. Man merkt, dass es David Levithian am Herzen liegt und das spürt man auch in der Geschichte. Es ist anders, facettenreich, vielfältig und wichtig. Man wird als Leser zum Nachdenken gebracht, ich habe mit den Protagonisten mitgefühlt und erlebt, was sie erleben. Es hat mir einen tollen Einblick gegeben.
Lest dieses Buch! Eine direkte Empfehlung auszusprechen finde ich tatsächlich eher schwierig. Aber es bekommt eine eindeutige Leseempfehlung von mir!

Sonntag, 13. August 2017

Kurzrezension: "What if? Was wäre wenn?" von Randall Munroe

Hier werden wirklich die unglaublichsten Fragen vollkommen wissenschaftlich und witzig beantwortet. 

Allgemeine Infos:
Verlag: Penguin
Reihe: nein
Originaltitel: What if?
Erscheinungsdatum: 14.11.2016
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783328100317


Klappentext:
Die verrücktesten Fragen wissenschaftlich beantwortet von Internetphänomen Randall Munroe, dem genialen Erfinder von xkcd.com. Munroes urkomische und originelle Antworten erklären alles: Von der Wahrscheinlichkeit, in der gesamten Weltbevölkerung seinen Seelenverwandten zu treffen, bis zur Anzahl an Menschen, die den täglichen Kalorienbedarf eines ausgewachsenen Tyrannosaurus decken würden.

Meine Meinung:
Lange hat mich dieses Buch überhaupt nicht interessiert. Bis es dann irgendwie neu aufgelegt wurde und wir es im Laden an jeder Ecke liegen hatten - das perfekte Weihnachtsgeschenk. Also habe ich es prompt zu dem gemacht und es mir selbst geschenkt.
Seitdem hat mich das Buch durch die Monate begleitet und ich habe mal mehr und mal weniger Fragen gelesen. Und es war super interessant, spannend, unterhaltsam, verblüffend. Einfach alles zusammen.
Klar manche Themen oder Fragen fand ich nicht so interessant wie andere. Aber trotzdem haben mich 90% interessiert und der Autor hat einfach so einen tollen Schreibstil, um trockene Fakten mit Witz und Humor zu verpacken. Manchmal liest man es besser mit einem Augenzwinkern und teilweise kann man noch echt was lernen.
Dieses Buch kann wirklich nur jedem empfehlen, der schon mal damit geliebäugelt hat. Oder den absurde Fragen interessieren, der offen für Neues ist, was etwas wissenschaftlich ist.
Einfach mal eine etwas andere Kurzgeschichtensammlung für den Nachttisch!

Freitag, 11. August 2017

Blogparade: Mein Blog und ich

Auf diese Aktion bin ich auf Twitter aufmerksam geworden und dachte, das klingt gut, da mache ich mit. Auch wenn es etwas gedauert hat, kommt hier jetzt endlich mein Beitrag!
Ins Leben gerufen wurde diese Blogparade von Steffi von angeltearz liest. Wenn du auch noch mitmachen möchtest, bist du dazu jederzeit herzlich eingeladen. Auch wenn du nicht über Büchern sondern über andere Dinge bloggst.

Wer bist du? Stell dich vor!
Ich bin Katja Wolke, auch wenn ich im wirklichen Leben eigentlich anders heiße^^ Momentan bin ich 22 Jahre alt, habe dieses Jahr meine Ausbildung als Buchhändlerin abgeschlossen und werde diesen Herbst ein Biologiestudium in Göttingen beginnen.
Neben Lesen, was den größten Teil meiner Freizeit ausmacht, backe ich gerne, häkeln ab und an mal, gucke die ein oder andere Serie, bin gerne draußen unterwegs, schwimme und habe mal Standardtanz gemacht, aber dazu fehlt mir derzeit der Tanzpartner.


Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?
Ich blogge seit Mai 2012 auch schon genau an dieser Stelle. Wobei nicht ganz. Meine Freundin und ich hatten es damals mal auf einem anderen Portal versucht, aber wir hatten kein Konzept, wussten nicht genau, was wir wollten und so hat es sich schnell wieder verlaufen. Aber bei mir blieb die Idee immer fester im Kopf und ich wollte unbedingt. Bis ich dann auch einen Namen hatte und sich alles so langsam herauskristallisierte.
Vorher habe ich schon Buchblogs gelesen, die es heute zum Großteil schon gar nicht mehr gibt, aber ein paar wenige sind noch geblieben. Das hat mich damals total fasziniert, eine Seite über meine gelesenen Bücher zu haben und meine Meinungen mit anderen teilen zu können und ihnen so auch das Buch ans Herz zu legen, dass sie es kaufen. Hat ja schließlich bei mir damals auch so geklappt.

Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?
Ja, mein Umfeld weiß, dass ich blogge und manche von ihnen lesen den Blog auch regelmäßig oder gelegentlich. Freunde und Familie wussten es damals ziemlich zeitnah, immerhin wollte ich auch ein Feedback und von meinem neuen Hobby und meinen Fortschritten erzählen. Ich war stolz drauf und bin es auch immer noch.
Auf der Arbeit habe ich es damals eher erstmal für mich behalten und erst nach und nach erzählt, wenn es sich angeboten hat. Schließlich gibt man damit einen anderen Teil seines Lebens preis, in dem ich vielleicht auch mal nen blödes Foto mache, weil mir danach ist oder so. Aber das bin eben ich und mein Blog. Denn frei nach dem Motto: Mein Blog, meine Party!
Aber auch da bekam ich ganz viel Bestätigung und positives Feedback. Das hat mich wiederum in dem was ich tue bestätigt. Obwohl ich es ja irgendwo manchmal auch nur für mich mache und nicht unbedingt für andere. Aber na gut, es ist natürlich immer schön zu hören, dass man etwas gut gemacht hat und dass es auch gefällt, was man da irgendwie in die Öffentlichkeit trägt.

Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?
Natürlich nutze auch ich die sozialen Netzwerke, was mir an manchen Tagen mal mehr und mal weniger Spaß macht. Eben ganz nach Laune mal mehr und mal weniger Beiträge.
Meine drei Netzwerke sind Twitter und Instagram, die sich dabei auch wunderbar ergänzen. Außerdem auch wieder Lovelybooks, seitdem es auch eine mobile Ansicht gibt und ich vom Handy meinen Lesestatus aktualisieren kann. Den es dann übrigens direkt auf Twitter gibt.
Überall dort könnt ihr mir folgen und meine Lesefortschritte, meine Neuzugänge aber eben auch einfach Szenen und Ereignisse aus meinem Alltag mitverfolgen.
Auf dem Blog beschränke ich mich ja eher auf Rezensionen und Buchthemen, weil mir zu anderem manchmal einfach die Inspiration oder die Umsetzung fehlt. Aber da mir dieser Beitrag gerade echt Spaß macht, stecke ich vielleicht doch mal etwas Überlegung da rein, auch mal etwas anderes als Rezensionen zu posten.

Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)
Natürlich gibt es immer mal Dinge, die einen stören. Man ist neidisch auf XY, weil er das Rezensionsexemplar bekommen hat und vom Verlag an der Aktion teilnehmen darf. Und ich habe keine Anfrage und keine Einladung bekommen. Ärgert mich bei manchen Sachen stärker, bei anderen eben auch nicht.

Ich lese es jetzt 1,5 Jahre nach der Bloggeraktion ;)
Manche Verlage haben eben 'ihre' Blogger, mit denen sie gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht haben, und beschränken sich deswegen auch auf sie. Finde ich prinzipell nachvollziehbar und gerechtfertigt, immerhin ist das Marketingbudget begrenzt und da muss man irgendwo entscheiden. Aber manchmal stört es mich auch, dass man eben auch wenig Chancen hat da rein zu kommen oder einen Kontakt aufzubauen. Oder eben an einer echt coolen Aktion oder Leserunde oder Bloggeraktion teilnehmen zu können. Da wäre vielleicht Potenzial nach oben.
Zugegeben habe ich für den Blog länger keine Rezensionsexemplare mehr aktiv bei den Verlagen angefragt, weil ich es zeitlich nicht schaffe, sie alle abzuarbeiten und das auch noch möglichst bald, nachdem das Päckchen hier ankam. Aber das war zumindest damals so, als ich zuletzt angefragt habe. Vielleicht hat sich das mittlerweile auch geändert.

Aber das ist ok. Ich grummle dann im Stillen für mich etwas dahin, und dann habe ich mich auch wieder beruhigt. Ich muss dem nicht groß Luft machen und einen Shitstorm bei Twitter & Co anfangen, wie es manche machen. Neid und Missgunst stehen da manchmal an der Tagesordnung und das kann ich einfach auch nicht leiden. Gönnt es den anderen einfach, macht es im Stillen für euch oder sagt es einmal und damit ist gut.
Mal davon abgesehen, nerven mich diese großen Bloggeraktionen auch einfach. Ich sehe das Buch überall in meinen abonnierten Blogs, sowie auf Twitter und Instagram. Dann habe ich persönlich gar keine Lust mehr, mir überhaupt den Klappentext durch zu lesen, geschweige denn eine Rezension oder gar das Buch selbst. Nach ein bis zwei Jahren kann ich es evtl zur Hand nehmen oder eben auch nicht. "Witch Hunter" würde ich diesen Monat nicht lesen, wenn ich es nicht auf der FBM 2016 vom Verlag bekommen hätte.

Und was magst du an der Bloggerwelt?
Die netten Menschen hinter den Blogs, die Blogs selbst und deren Beiträge!
Ob über Twitter und Instagram oder persönlich auf den Messen habe ich schon so nette Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt und es sind sogar Freundschaften entstanden!
Die Bloggerwelt macht es möglich. Die Vernetzung stimmt, man hat ein gemeinsames Thema, man lernt sich kennen und manchmal passt es einfach.
Damals habe ich ChrissiFederecke kennen gelernt und heute sind wir gute Freunde und quatschen über Bücher, den Blog und unser Leben! Wäre ohne den Blog und Twitter wahrscheinlich nicht so gekommen. Aber wer weiß das schon..

Liest du auch außerhalb deines eigenen "Blogbereiches" oder liest du als z.B. Buchblogger nur Buchblogs?
Die meisten Blogs, die ich lese, sind tatsächlich über Bücher. Aber gerade über Instagram habe ich ein paar tolle Blogger entdeckt, die nicht unbedingt über Bücher schreiben. Die meisten von ihnen sind Foodblogger, weil ich mir das einfach super gerne angucke und noch die ein oder andere Inspiration und Idee aufschnappe.
Außerdem sind in der letzten Zeit auch ein paar Reisebloger dazu gekommen. Tja für Reisen braucht man Zeit und Geld, deshalb gucke ich es mir einfach bei anderen an, werde neidisch und versuche mich dahin zu träumen. Außerdem habe ich dann eine Liste mit Reise- oder Ausflugszielen im Kopf bzw auf Papier, wenn dann mal Zeit und Geld da ist.

Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!



Mittwoch, 9. August 2017

Kurzrezension: "Der Bilderwächter" von Monika Feth

Die Geschichte um Jette und ihre Freunde geht weiter: Nach dem Tod von Ilkas Bruder vor zwei Jahren, muss sie sich plötzlich mit seinem Erbe befassen. Aber dabei überschlagen sich die Ereignisse...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 6 von 7(?)
Originaltitel: Der Bilderwächter
Erscheinungsdatum: 11.11.2013
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783570308523


Klappentext:
Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein ...

Meine Meinung:
Schon beim fünften Band der Reihe habe ich gemerkt, dass ich langsam zu alt für die Jette-Thriller werde. Dennoch hatte ich diesen noch auf dem SuB und wollte ihn auch gerne lesen.
An sich war der Fall gut und hat sich natürlich mal wieder im nahen Umfeld er Mädchen und ihrer WG abgespielt. Dieses Mal war Ilka persönlich betroffen bzw ging es um das Erbe ihres verstorbenen Bruders. Der Fall und das Ende waren ebenfalls schlüssig und nachvollziehbar.
Leider war die Spannung nicht so packend, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber hier setzt eben mein Alter ein, weil ich die Reihe damals vor 9 Jahren begonnen hatte, sie ganz großartig und super spannend fand. Aber mittlerweile finde ich die Geschichte zwar gut, weil ich Jette und ihre Freunde mag und kenne. Aber die Spannung reicht für mich nicht mehr, es ist mir zu einfach gestrickt.
Dennoch ist das Buch nicht schlecht, sondern eine gute, weitere Fortsetzung der Jette-Thriller. Monika Feth hat mit ihnen eine tolle Reihe für Jugendliche Thriller-Leser geschaffen!

Montag, 7. August 2017

Rezension: "Ewig und eins" von Adriana Popescu

Damals waren sie die besten Freunde, Ella, Jasper und Ben. Ben und Ella waren das Traumpaar. Jetzt zum Klassentreffen werden sie nach Jahren der Funkstille wieder aufeinander treffen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: Ewig und eins
Erscheinungsdatum: 11.05.2015
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783492306560


Klappentext:
Sie dachten, ihre Freundschaft wäre für immer. Doch dann kam das Leben. Nach sieben Jahren Funkstille sehen sich Ben, Jasper und Ella auf einem Klassentreffen wieder. Als die Feierlichkeiten zu Ende gehen, beschließen die drei, noch weiter zusammen um die Häuser zu ziehen. Wie damals. Nur für eine Nacht. Doch noch immer sind viele Fragen offen, und je später es wird, desto schneller schlägt Ellas Herz – bis ein paar über die Jahre hinweg gerettete Worte es brechen lassen. Vielleicht für immer.


"Es sind die Menschen, mit denen man sich umgibt, die das Leben mit Farbe und Musik füllen. Wie grau und still mein Leben in letzter Zeit war, das merke ich erst wieder in dieser Umarmung so richtig." (Seite 100)

Mein Lesegrund:
Von Adriana Popescu habe ich schon viel positives gehört und lange nicht von ihr zu Hause gehabt. Damals in der Wühlkiste habe ich dieses Werk von ihr entdeckt, es direkt mitgenommen und es nun im Laufe der SuB-den-Sommer-Challenge gelesen, da leider immer andere Bücher vorher dran waren. Warum lag es nur so lange ungelesen hier rum?


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Wir lernen Ella kennen, wie sie mit einer sehr dubiosen Mitfahrgelegenheit Richtung Stuttgart zu ihrem Klassentreffen fährt und wie ihr immer mulmiger wird. Welche Gedanken ihr dabei durch den Kopf gehen, was sie sich ausmalt und befürchtet. Gerade der Anfang war sehr ruhig und hat etwas gebraucht, bis es zum Klassentreffen kam. Das hätte ich mir im Nachhinein etwas anders gewünscht, weil ich den Sog der Geschichte erst später gemerkt habe und dann auch erst wirklich drin war.
Die Grundidee der Geschichte finde ich ziemlich gut und ich konnte mich einfach gut in die Situation und besonders auch in Ella hineinversetzen. Sie ist einem direkt zugänglich, macht sich ziemlich viele Gedanken und malt sich Szenen aus, erinnert sich zurück. Das alles hat sie zu einer tollen Protagonistin gemacht, mit der ich mich auch identifizieren konnte.
Dann tauchen Jasper und Ben auf und auch von denen bekommt man als Leser ziemlich rasch ein gutes Bild. Sie waren mir beide ebenfalls sympatisch und ich konnte gut nachvollziehen, was Ella an ihnen findet und warum sie sich so wünscht, dass alles gut geht.
Aber was wäre diese Geschichte natürlich ohne Gefühle, Geständnisse und einer Menge Erinnerungen. Denn genau davon lebt dieser Abend der Drei: Erinnerungen an früher, eine Tour durch ihren Abend, den sie nie hatten. Es geht um Träume, Wünsche, Hoffnungen, Entschuldigungen und um die Liebe.
Diese Geschichte hat mich beim Lesen einfach glücklich gemacht. Hat mich abgeholt, mich mitgenommen für eine Nacht nach Stuttgart zu drei tollen Freunden und der Liebe und der Gewissheit, dass Freundschaft auch über Jahre hält und verzeiht! Manchmal kommt alles anders als gedacht, aber es findet seinen Weg.

...Schreibstil:
Die Autorin hat einen angenehmen, leichten Schreibstil. Der trotzdem aber nicht platt oder zu leicht rüber kommt, sondern für eine Liebesgeschichte genau perfekt ist. Außerdem beschreibt sie Gefühle und Schauplätze sehr lebhaft, so dass ich mich gut hineinversetzen konnte. 

Fazit:
Eine schöne Geschichte über die Freundschaft und die Liebe und was beides aushalten und verzeihen kann. Erlebt diesen Abend mit Ella, Jasper und Ben und lasst euch nach Stuttgart entführen.
Einen kleinen Abzug von mir gibt es eben am Anfang, weil ich mir da rückblickend etwas mehr gewünscht hätte. Aber ansonsten ein tolles Buch, das mir schöne Lesestunden bereitet und mich nicht nur gut unterhalten hat, sondern mir auch etwas mitgegeben hat.
Wenn ihr es noch nicht kennt, lest es an einem schönen Sommerabend oder an einem kalten Wintertag. Es wird euch für ein paar Stunden hoffentlich auch glücklich machen!