Mittwoch, 22. März 2017

Kurzrezensionen: "Sie" von Stephen King & "Zerschunden" von Michael Tsokos

Paul Sheldon hat einen schweren Unfall, doch Annie kümmert sich liebevoll um ihn, bis es ihm wieder besser geht. Jedoch ist sie sein größter Fan und hält ihn gefangen und zwingt ihn zu schreiben... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Misery
Erscheinungsdatum: 08.02.2011
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783453435834


Klappentext:
Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie - Pauls "größter Fan" - den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

Meine Meinung:
Lange wollte ich mal einen Stephen King lesen und dann wurde mir dieser hier ans Herz gelegt und ich war ganz gespannt.
Der Einstieg war etwas verwirrend, wie in einem Delirium und genau so sah es zu dem Zeitpunkt in Pauls Kopf aus. Danach wurde es klarer und man hat mit herausgefunden, dass er sich bei Annie befindet und einen ziemlich schweren Unfall hat. Und schon nach wenigen Stunden merkt man, dass mit Annie etwas nicht stimmt und was einen erwartet: Er soll für sie ein Buch schreiben, in dem Misery wieder lebt. Und solange ist er ihr Opfer.
Sie ist schon ziemlich krank im Kopf und das merkt man bereits nach kurzer Zeit. Mal sehen, was da noch so alles passieren wird. Paul versucht irgendwie, das Beste aus der Situation zu machen und fängt an zu schreiben, nachdem er einiges erdulden musste.
Es war ziemlich gut gemacht, dass dann direkt das neue Werk von Paul abgedruckt war und man es direkt lesen kann. Leider bin ich in die Geschichte um Misery weder vom Inhalt noch vom Schreibstil her rein gekommen. Das war mir einfach zu konfus und fern und hat leider meinen Lesefluss etwas gedämpft. Auch einfach vom Verlauf her, fand ich es eher abstrakt.
Ansonsten zog mich die Geschichte mehr und mehr in ihren Sog und ich war immer wieder erschreckt, wie krank Annie eigentlich ist und zu was sie fähig ist.
Insgesamt war es sehr spannend gemacht, King hat einen super fesselnden Schreibstil, doch leider hat es sich für mich trotz Spannung und so einfach etwas gezogen. Ich kann es gar nicht so genau erklären. Denn eigentlich ist immer wieder was passiert und ich wollte auch mehr erfahren. Aber irgendwie fehlte mir dann doch was.
Dennoch freue ich mich auf den nächsten King, den ich lesen werde. Auch wenn ich noch nicht so genau weiß, zu welchem Werk ich greifen werde. Vielleicht war dieses hier einfach nicht so meins, wie ich es erhofft hatte.



Ein Killer, der quer durch Europa reist. Im Verdacht steht ein alter Freund von Fred Abel, dem Rechtsmediziner. Mit allen Mitteln möchte er seine Unschuld beweisen, denn es geht um Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knauar
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Zerschunden
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783426517895


Klappentext:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.


Meine Meinung:
Es war einfach mal irgendwie was anderes und irgendwie auch nicht. Dass nicht immer nur die Polizei ermittelt oder ein Kommissar, ist ja nicht unbedingt so neu. Aber dieses Mal kam es mir einfach mal vor, wie etwas anderes, denn der Rechtsmediziner ermittelt selbst, weil ein alter Freund von ihm unter Verdacht steht und er seine Unschuld beweisen möchte. Doch so ganz sicher, ist er sich da auch nicht.
Diese Situation war schon mal ziemlich knifflig, doch da war auch noch die Zeit, die Fred Abel im Nacken saß, denn die Tochter seines Freundes liegt im Sterben und er muss ihn aus der U-Haft holen.
Den Fall selbst fand ich ziemlich interessant gemacht. Gar nicht mal so grausam, wie in vielen anderen Thrillern dieser Art. Grausam war eher die Parallelgeschichte, denn auch hier gab es wieder unterschiedliche Perspektiven, die ich ganz spannend gemacht fand.
Ich mochte Fred Abel einfach gerne! Ein Rechtsmediziner, der mir eigentlich auf Anhieb sympathisch war und mit dem ich gerne auf Verbrecherjagd war und versucht habe, die Spur zu erkennen und dem Täter einen Schritt voraus zu sein.
Währenddessen erfährt man auch ein paar Hintergrundinfos über Rechtsmedizin und Profiler. Da merkt man einfach, dass der Autor vom Fach ist und es ganz anders nochmal beschreiben kann.
Die Auflösung der Geschichte war schlüssig, plausibel und spannend! Insgesamt ein guter Thriller, der für mich einfach mal ein bisschen anders war und aus der Masse hervor sticht. Ich habe ihn gerne gelesen.

1 Kommentar:

  1. Ist nun nicht mein Favorit von King, aber prinzipiell hat es mir gut gefallen und war stellenweise echt beklemmend!

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