Montag, 31. Juli 2017

Hörbuchrezension: "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

Ein Familienmord, bei dem es nur zwei Überlebende gibt. Und Erik Maria Bark soll den Jungen, einen der Überlebenden, hypnotisieren. Doch dabei erfährt er grausame Dinge...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Wolfram Koch
Reihe: Teil 1 von 6
Originaltitel: Hypnotisören
Erscheinungsdatum: 17.12.2010
Laufzeit: 454 Minuten
ISBN: 9783838766461


Klappentext:
Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss.

Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...


Meine Meinung:
Lars Kepler gibt es ja nun auch schon einige Jahre und irgendwie bin ich immer drum herum geschlichen, und jetzt endlich habe ich den ersten Band gehört/gelesen.
Das Thema der Hypnose finde ich ja super spannend, weil es diesen unbekannten Reiz hat und man damit so unglaublich viele Möglichkeiten hat und ich in der Geschichte auch wieder viel zum Thema erfahren habe. Denn Erik Maria Bark ist die Hauptperson. Zunächst soll er den Jungen nur hypnotisieren, was er eigentlich seit Jahren nicht mehr macht. Denn etwas ist damals passiert. Doch dann befindet er sich selbst plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens und wir erfahren ganz viel über ihn und das, was damals passiert ist.
Da kommen wir auch zu meinem großen Kritikpunkt an der Reihe: Die Reihe dreht sich um den Kommissar Joona Linna, doch der bleibt recht blass im Hintergrund. Klar hat er auch seine Perspektive, aber man erfährt zu wenig über ihn, als dass ich ihn wirklich als Protagonisten wahrgenommen habe und nur wegen ihm an der Reihe dran bleiben werden. Vielleicht war das auch nur im ersten Band so und wird in den Folgebänden besser. Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, mal in den zweiten Teil reinzuhören. Denn immerhin der Schreibstil von Lars Kepler hat mir ganz gut gefallen.
Lediglich der Sprecher erschien mir an manchen Stellen nicht so passend. Denn wenn es richtig spannend wurde, hat er genauso monoton weiter gelesen wie auch vorher. Keine Spur von Spannung, Tempo oder besonderer Betonung der Situation. Das hat mir schon gefehlt und hätte das Hörbuch für mich noch einmal aufgewertet. Denn irgendwie steht und fällt alles mit der Stimme der Sprechers.
Dafür hat mir die Geschichte und der Fall als solches ganz gut gefallen. Es war echt spannend und durchdacht. Anfangs hätte ich wirklich nicht geahnt, dass es sich in diese Richtung entwickelt und dass es dabei eher ein bisschen vom aktuellen Fall abdriftet. Denn hier geht es um Eriks Vergangenheit, die durch Rückblenden lebendig und greifbar wurde.
Insgesamt ein guter Thriller, der mir allerdings als Buch besser gefallen hätte, als als Hörbuch. Deshalb gibt es für das Hörbuch auch nur 3 von 5 Wolken, weil mir die Spannung beim Sprecher fehlte. Rein von der Geschichte her, wären es 4 von 5 und damit eine gute Leseempfehlung!

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